Begleitung

Vieles müssen wir alleine erledigen,
deshalb brauchen wir nicht auf die Erfahrung anderer verzichten

Wie in allen spirituellen Traditionen wird der persönliche Bezug auch in einer ganzheitlichen Betrachtung besonders betont. Ein Begleiter kümmert sich um das geistige, seelische und spirituelle Wachstum des Ratsuchenden. Er kann schnell mit der äußerlichen Person des Ratsuchenden in Kontakt treten. Dadurch hat er die Möglichkeit, sofort gezielte persönliche Hinweise zu geben. Dafür ist der persönliche Kontakt des Begleiters ausschlaggebend. Danach geht es darum,  die angesprochenen und verdeckten Schwierigkeiten auf dem Beratungsweg wegzuräumen.

Bevor eine  ganzheitliche Betrachtung beginnt, ist es wichtig, dass sich Ratsuchende und Begleiter gegenseitig soweit wie möglich prüfen, um ein sich gegenseitig achtendes Vertrauen aufzubauen.

Wie kann eine solche, sicher nicht immer einfache Prüfung des Begleiters aussehen ?

Sicherlich kann man auf das äußerliche Verhalten des Begleiter achten. Das ist für eine erste Auswahl bestimmt notwendig. Wenn einem die äußerliche Art des Begleiter missfällt, wird es einige Zeit dauern, bis man sich von dem äußeren Eindruck lösen können. Manches, was auf den ersten Blick unsympathisch ist, bleibt es auch nach längere Zeit. Das Unsympathische wird jede Betrachtungssituation für beide Seiten sehr erschweren. In diesem Fall sollten man versuchen, einen anderen Begleiter zu finden.

Weit wichtiger als der äußerliche Eindruck ist die Geisteshaltung und das daraus entstehende Verhalten des Begleiter. Es sind die Verhaltensweisen, wie der Begleiter konkret mit dem Ratsuchenden umgeht.

Man kann merken, wie weit ein Begleiter darauf achtet, das der Eigennutz und die Macht ehrlich zwischen dem Begleiter und dem Ratsuchenden innerhalb der Beratungssituation verteilt wird.

  • Man sollte empfindlich sein für ungezügelten Eigennutz, z.B. unangemessenes Honorar, und Missbrauch von Macht.
  • Achten sollte man darauf, wie weit ein Begleiter sich anteilnehmend und annehmend verhält und wie er es zum Ausdruck bringt.
  • Man sollte versuchen festzustellen, ob man sich als Person gesehen oder „nur“ behandelt fühlt.

Mit den Informationen aus allen Punkten bekommt man einen Eindruck darüber, ob der Begleiter sich selber auch so verhält, wie es seiner Geisteshaltung und seinem professionellen Hintergrund entspricht. Das baut letztlich das achtende Vertrauen zwischen den Beteiligten auf, das für eine sinnvolle Beratung notwendig ist.

Vertrauen ist etwas, davon kann man dem anderen etwas schenken, der Rest muss sich im gegenseitigen Miteinander aufbauen und festigen. Es lohnt darüber nachzudenken.


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