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Gewaltsituationen

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 Opfer und Täter in extremen Gewaltsituationen

Opfer einer Vergewaltigung fühlten sich in der Vergewaltigungssituation völlig ohnmächtig, gedemütigt und erniedrigt. Die Angst um das eigene Leben überlagerte fast immer die Angst vor dem sexuellen Übergriff. Die Tat wird als Terrorakt erlebt, in dem es dem Täter um Erniedrigung und Entwertung geht. Schon in der Situation mündete das Gefühl, gänzlich ausgeliefert, absolut ohnmächtig, benutzt worden zu sein, in ein Gefühl tiefer Verzweiflung und Sinnlosigkeit.

Frauen erleben sich wie in einer Schocksituation. Alle ihnen sonst zur Verfügung stehenden verlässlichen Möglichkeiten und Reaktionen, mit denen sie sonst unter Angst noch reagieren konnten, sind wie außer Kraft gesetzt. Selbst in Fällen wo Frauen zu physischer und psychischer Gegenwehr fähig waren, hatten sie das Gefühl wie automatisch zu reagieren. Das Gefühl die Kontrolle über die Situation verloren zu haben, scheint vorrangig. Bei Frauen, die auf eine Möglichkeit eines sexuellen Übergriffs vorbereitet waren (Selbstbehauptungskurs), in der realen Situation davon aber keinen Gebrauch machen konnten, kam noch ein Gefühl des Versagens mit hinzu.

Frauen erleben die Tat immer als plötzlich und unerwartet, auch dort, wo zwischen Opfer und Täter eine vorherige Beziehung bestand oder sich anbahnte. Gleichzeitig hatten aber auch viele ein diffuses Gefühl dumpfer Vorahnung, das durch Selbstbeschwichtigung zum Schweigen gebracht wurde.

 Psychische Dynamik bei Vergewaltigungen

Praxis Dipl.Psychologe Hans Jörgen Wevers   


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